Trans Talamanca Trail... Die WAHRE Geschichte...
By John CaBa

Es fing ja alles so schön an.... schon bei der Ankunft kündigte sich das schöne Wetter an...

......und wir fühlten uns guuuuutttt.....

Ab ging es zu unserem Freund Theo....

... zum Essen, schlafen und Vorbereitung zum Ultra Trail....

... Natürlich checkten wir auch Party Locations aus, immerhin wussten wir ja nicht, ob wir diesen Lauf überleben.... ;)

... nach dem 46. Bier haben wir jedoch das Bett vorgezogen.... ;)

Fertig packen und ab an den....

Karibischen Strand....

Von dort aus ging es dann über Tage verteilt richtung Pazifik....

Hier wurde diskutiert, ob wir das CaBa Logo nicht mit diesem austauschen sollten...... ;)

Am 2. Tag ging es dann Richtung Dschungel... durch riesige Bananenplantagen... 

... durch kleine Flüsse.... 

... und an sich langsam verändernde Urbanitäten vorbei....

... nach ca. 20 KM die erste Pause.... Stimmung immer noch gut... 

... jedoch fing mein Problemschuh schon zu stressen an..... 

Weiter ging es in den Dschungel hinein...

Die Wege wurden enger, der Salat um uns herum immer dichter...

Da iss er ja, der Kakao... ;)

Am Ende des Tages hatten wir Glück, wurden von Einheimischen empfangen und durften in der "“Kirche"” übernachten...

Stimmung wie immer gut....

Jedoch hatte Interceptor enorme Nierenprobleme...

Wir namen das am Anfang nicht so richtig ernst... Interceptor ist ein Tier und meistens ist spätestens am nächsten Tag wieder alles OK...
Also genossen wir unser Fertigessen...

und klebten danach unsere Öhrchen auf den harten, geweihten Boden....

Captn hat es tatsächlich geschafft, seine Hängematte dort anzubringen.... ;)

Interceptor ging es immer schlechter... er musste starke Schmerzmittel nehmen... das klang nicht gut...
Am schlimmsten war die Tatsache, dass wir alle die Ursache nicht kannten und dementsprechend keine Gegenmaßnahmen einleiten konnten......

Am nächsten Morgen ging es ihm leider immer noch nicht besser...

Wir diskutierten mehrere Möglichkeiten durch um trotzdem mit Interceptor weiterzumachen...

Es brachte alles nichts... das Risiko diesen Extremlauf in seiner Situation weiter zu machen war zu groß... man muss immer bedenken, sollte was im Dschungel passieren, ist eine Rettung erst nach mehreren Tagen Fußmarsch möglich!!!

Interceptor musste vernünftigerweise hier abbrechen... Jörg begleitete ihn zur Sicherheit wieder zurück zum Startpunkt...

Den weiteren Lauf bestritten wir also zu dritt... Captn, Dennis und ich... einerseits waren wir etwas bedrückt, dass Interceptor abbrechen musste, andererseits waren wir froh, dass wir hier vernünftig gehandelt haben und nicht wie üblich die CaBaPHiLoSoPHie angewendet haben... ;)

Glücklicherweise bat sich unser Gastgeber an, gegen eine kleine Aufwandsentschädigung, uns ein Teil des Weges zu begleiten...

Nach einiger Zeit trennten sich unsere Wege... doch wir hatten auch ohne ihn Spaß... das, in unseren graden, abstützen am Baum...

... ist im Dschungel nicht zu empfehlen... ;)

Weiter ging es durch den wunderschönen Dschungel Costa Ricas...

Die Hindernisse wurden interessanter....

... und breiter....

Der 2. Guide, den wir auftreiben konnten, ging weiter mit uns in Richtung Telire.... in einem HÖLLEN TEMPO!!

Dabei riss ich meine Klappe im Costa Rica Forum noch auf und meinte, dass wir bestimmt niemanden finden, der die 200 KM mit uns durch den Dschungel läuft... schwerer Irrtum!!! Die sind samt Gepäck, dass die auf dem Kopf balancierten, so schnell, dass wir kaum Schritt halten konnten!! Alter Schwede... ;)

Am Ende des Tages, wie sollte es auch anders sein, war die Stimmung trotz "Xtreme durch den Dschungel Hechting" immer noch CaBaMäßiG... ;)

Dies war unsere erste Nacht in der wir unsere kuscheligen Hängematten ausprobieren konnten... mitten im Dschungel, mitten im Nichts... ;)

Mir hat das Essen geschmeckt... obwohl die Abneigung gegen POWER RIEGEL immer größer wurde... so wie mein Bart.... ;)

Der Rest um uns herum.... SALAT und DUNKELHEIT... ;)

Ach ja... und die SCHLANGE, die mich vor dem Aufbauen des Nachtlagers beinahe gebissen hätte.. Danke Dennis für die Warnung... ;)

Nächter Tag... weiter in Richtung Telire... Mein überladener Rucksack zeigte erste Schwächen... ;)

Dieser Tag wird ein ausschlaggebender Tag werden... wir fanden eine Brücke, die wir hoffnungsvoll überquerten...

Auf der anderen Seite gab es einen Weg... dieser jedoch, ging in die falsche Richtung... einige Stunden verfolgten wir diesen Weg in der Hoffnung ,dass sich dieser irgendwann wieder in die richtige Richtung schlängelt... 

Fehlanzeige!!! Also den ganzen Weg wieder zurück zur Brücke...

Wieder auf der anderen Seite viel uns ein weiterer Weg auf... es ist unglaublich schwierig diese "Wege" auszumachen... oder seht ihr die zwei Wege auf dem nächsten Bild?? ;)

Dieser 2. Weg war unglaublich mühselig...

Es ging steil nach oben, steil nach unten, durch Wasser und Matsch... absoluter Höllenweg!!!
doch es gab auch romantische Momente... 3 CaBaNauTeN und ein Wasserfall... ;)))

Nach der Abkühlung ging es dann weiter... doch auch dieser eingeschlagene Weg war nicht der richtige!! Das sagte uns ein “Indio”, der uns zufällig entgegen kam...

FUCK... heißt das, den ganzen Mistweg wieder zurück?!?! ARRRRGHHH!!!!! ;(

Der Mann ging mit und zeigte uns einen kürzeren Weg... ZURÜCK ZUR BRÜCKE... ;(
Davor jedoch gab es einen kleinen Stopp bei ihm zuhause

Wir waren absolut fertig... nicht nur, dass dieser Tag ein Höllenritt war, sondern auch weil uns langsam dämmerte, dass die Möglichkeit bestand diesen Lauf nicht beenden zu können...

Camp Nr. 3... 

Es war wieder mal Zeit...

... meine Wunden zu reinigen...

Nicht nur der Rechte war im PoPo, auch der Linke war kaputt... ;) hatte mir schon am 2. Tag den Knöchel verstaucht... das war schon witzig, denn ich viel im Laufe des Tages so oft auf die Fresse, dass sogar meine Ironmän Frisur im Arsch war... ;)

Wie soll ich das erklären... trotz extremer körperlicher Schmerzen war ich psychisch so stabil, dass mich das alles nicht zum aufgeben brachte... ich war selbst erschrocken wie hoch mein drang war, diesen Lauf zu finishen!!!

Ach ja... die Nächte!!! Auch ein Grund warum wir alle so ziemlich kaputt waren... ;)

Wir waren für Kälte nicht ausgerüstet, da wir davon ausgingen, dass die Temperaturen im Dschungel auch in der Nacht relativ stabil wären... hehe.... und wieder FALSCH gedacht... ;)
Mmmmaaannnn.... das war so KALT, dass wir nur durch Eigenzittern die Nacht überstanden... und somit fast keinen Schlaf bekamen und dadurch nicht regenerieren konnten...

Am nächsten Morgen... Frühstück... ;)

Weiter gings... die Chancen ohne Guide zum ziel anzukommen standen schlecht... keinen Grund es zumindest zu versuchen, also weiter nach Telire...

Telire... das wurde für mich schon sowas wie der Heilige Gral.... ;)
Die Wege wurden immer abstruser... über Baumstämme...

Auch die Sitzgelegenheiten...

Mussten genau in Augenschein genommen werden... ;))

Ich hatte immer das “Glück” in diese Verfi... Dschungel Brennessel zu dapppen... ARGH!! Immer her mit den Schmerzen...
;(((

Und Captn?? Der hatte auch Kontakt mit der Natur... ich hätte jederzeit gerne getauscht... ;))

Na? Wo ist der Weg? ;)

Und wo ist die Schlange??

Sind das die Penisfische? ;)

Die berüchtigte 24 Stunden Ameise wartete auch auf den kleinen CaBa... ;)

Auch dieser Tag war ein Rückschlag... stundenlang durch den Dschungel geirrt... angeblich waren wir nicht weit von Telire, nur was nützt mir das, wenn ich nicht weiß WO dieses sch.. Kaff ist?? Ich wollte unbedingt da hin!!!! Doch die anbrechende Nacht war gegen uns...
Gott sei Dank hatten wir ja den vernünftigen Captn, der dann den Lauf als beendet deklarierte.... scheiße.... ;(

Diese Nacht verbrachten wir am Lagerfeuer... alle 2 Std. wechselten wir uns zur Feuerwache ab... die Stimmung war etwas betrübt...

Auch diesen Abend verbrachte Captn seine Zeit vertieft in seinem Trans Talamanca Trail Tagebuch...

Am nächsten Tag...

Stand es fest...

... es ging wieder zurück nach Hause...

Ich sehe diesen Lauf nicht als Gescheitert an... es war eine wundervolle Erfahrung und eine gute Vorbereitung für den 2. Versuch!!!

Noch nie war ich geistig so stabil, trotz meiner körperlichen Schaden, die ich immer noch kuriere... ;)

Wieder wurde ich in meiner Philosophie bestätigt... DER KOPF, bzw. DU entscheidest, ob es Dir gut oder schlecht geht, EGAL wie die Wirklichkeit aussieht... SCHMERZEN sind RELATIV!

Ich bin nun mal ExtremOptimist... die Sonne geht bei mir immer auf... ;)

Danke an Captn, der alles gegeben hat um den richtigen Weg zu finden...
Danke an Dennis, der immer für einen guten Fips Assmussen Witz zu bekommen ist... ;)
Danke an Jörg und Interceptor, ich bin mir sicher, dass es beim nächsten Mal klappen wird!! ;)

Trans Talamanca Trail 201X,
WIR KOMMEN!!! ;)

Deine Meinung ist gefragt... komm ins CaBa Forum... ;)