Jetzte aber mal richtig !KILL50! --- (Joggen-EXTREM)

edited November 2008 in PoPotätscheln 2008
[attachment=0]Kill50.jpg[/attachment]
Der KiLL50 wird kein idyllischer Landschaftslauf.
Er ist der böse Bruder vom HiLL50 und er ist länger.
Die 50 steht für 50 Meilen also etwa 80km.

Der KiLL50 mit seinen über 2200 Höhenmetern wird kein Spaziergang.
Lange Rampen und steile Anstiege werden von deinen Beinen und von deinem Kopf alles fordern.
Im November ist zusätzlich noch das Wetter gnadenlos.
Und
auch wenn der Weg überwiegend im Wald verläuft, musst du nassgeschwitzt aufs offene Feld hinaus.
Der Wind, der Schnee oder der Regen wird die letzte Wärme aus deinen Gliedern ziehen.


Ach ja wenn du einen Tunnel siehst mit einem hellen Licht am Ende und dazu ruft jemand deinen Namen. Vergewisser Dich auf der Karte ob du richtig bist, ignorier die Stimmen und komm nach Hause zur Turnhalle.


Die obigen Sätze sind mal kurz Zitate von der Webseite: http://www.kill50.de
Der Verfolgte hat sich mal wieder die Mühe gemacht einen wirklich schweren Wettkampf aus der Wiege zu heben!
(Bin wohl nicht ganz unschuldig dran.... aber habt Ihr euch ja sicher schon gedacht!)

Der Lauf ist von den Jungs des UTMB schon im Vorfeld mit 2 Punkten bedacht worden. RESPEKT!
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Kommentare

  • So und dann mal der erste Eintrag... sind gestern mal wieder im Strömenden Regen (DerVerfolgte und ich) einen Teil der Strecke Testgejoggt.
    Ich veröffentliche mal das Höhenprofil (die Höhenmeter stimmen nicht ....das Ding hat gesponnen!)

    Achja für die die es interessiert da sind sehr viele Streckenanteile des STUNT100 erste Runde drin! So`n Sch....

    [attachment=0]KillProbe.jpg[/attachment]

    und das sind nur 25,5km gewesen die wir im Hellen gelaufen sind..... der KILL läuft ja komplett im Dunkeln ..... das wird ein Spaß!
  • Hallo
    Ja war ne schöne Runde gestern. Und alles was mein Läuferherz begehrt.
    Ich hab festgestellt das ich ein Faible für eine Bestimmte Form der Streckenwahl habe.
    Feucht kennt da was von. Ist er ja bei HiLL "Rechts" abgebogen und weiter flachgelaufen. :shock:
    Aber nein.
    Ich mag es ein Gefälle hinab zu laufen und dann scharf "Links" abzubiegen, um dann vor einer Mauer zustehen die wieder erklommen werden möchte :doppellol: Also wer den HiLL schwer fand sollte beim Kill gar nicht daran denken zu starten. Nichtmal im Ansatz.
    hier das Höhenprofil
    Ich hasse Tiere, Menschen und Pflanzen. Auch die Steinwelt ist fürn Arsch. Nur Grenzsteine sind OK
  • So da wir ja jetzt schon nah am KILL50 Termin sind.
    Die ersten Orientierungsversuche auf der Strecke, heute mal dem Verfolgten auf dem MTB weggelaufen.
    Muss zugeben auf der Strecke laufe ich auch lieber! (Außerdem hat er noch die Strecke makiert)

    Das Höhenprofil der 25km Kill50 Strecke. Habe noch ein paar Kilometer mehr gemacht, musst ja noch auf die Strecke kommen.

    [attachment=0]KILL50 Probe.jpg[/attachment]
    Das ist doch mal was zum Angst machen, oder?
    Achja der erste Berg gehört leider nicht dazu das war nur für mich zum Spaß!
  • Hier kommt noch ein bisschen was zum Angst machen! Der erste Teil des KILL50!

    Also nach ein paar Tagen mit Sturm, Regen und allem was das Traillaufen zum Spaß machen braucht, sind nun die Trails kaum noch zu erkennen und richtig matschig!
    Das wird ein Spaß!

    [attachment=0]KILL50 erster Teil.jpg[/attachment]
  • So dann kommen mal die nächsten Nachrichten.....

    Die Hildesheimer Zeitung hat gestern berichtet:

    500 Wildschweine sind zu viel

    Milde Winter, ganzjährig viel Futter: Schwarzwildbestand wächst enorm / Kampf gegen Schweinepest

    Kreis Hildesheim (ara). Immer öfter richten sie auf Feldern große Schäden an, oder verirren sich sogar in Siedlungen: Wildschweine haben sich im vergangenen Jahr explosionsartig vermehrt. Die Jäger sollen sie jetzt verstärkt aufs Korn nehmen.
    22 000 Hektar Wald bedecken den Landkreis. Im kommenden Frühjahr leben mindestens 500 Wildschweine im Forst, die ihre Anzahl schnell vervierfachen können – zumal eine Bache bis zu zehn Frischlinge bekommt. „Das ist enorm. Rehe haben nur ein Jungtier“, sagt Kreisjägermeister Dr. Joachim Algermissen. Die Waidmänner müssten die Situation daher genau beobachten, damit Wildschweinbestände nicht vollends aus dem Ruder laufen. Das Agrarministerium hat die Jäger nun aufgefordert, Wildschweine vermehrt zu schießen.
    Denn die Tiere haben keine natürlichen Feinde, können sich ganzjährig über reichlich Futter – nicht nur Bucheckern und Eicheln – hermachen. Hinzu kommen die vielen Maisfelder in der Region, die für die Schwarzkittel ebenfalls ein gefundenes Fressen sind. Die Tiere leben heutzutage geradezu im Schlaraffenland. Und: Milde Winter verursachen ebenfalls einen massiven Zuwachs der Population. „Der Klimawandel macht uns zu schaffen. Früher starben durch die Kälte ohnehin schon viele Frischlinge. Jetzt sieht das anders aus“, sagt Udo Meyer, Geschäftsführer der regionalen Jägerschaft.
    Die ist in den kommenden Monaten besonders gefordert, um die Wildschweinbestände kontrolliert einzudämmen. Bislang gibt es keinen Grund zur Panik. „Wir haben die Lage im Griff“, erklärt Algermissen. Dennoch müssten die Jäger auf der Hut sein. Neben den erheblichen Feldschäden, die die Sauen verursachen können und von den Jägern bezahlt werden müssen, droht immer die Gefahr der Schweinepest. Die Seuche kann auch Hausschweine befallen. Mit wirtschaftlich unabsehbaren Folgen für die Schweinehalter im Landkreis. „Auch darum müssen wir eingreifen“, sagt Algermissen. So etwa sind die Jäger dazu verpflichtet, insgesamt 60 Blutproben von den Tieren in den kommenden Monaten zu ziehen und an die Fachbehörden zu übergeben. Analysen geben dann darüber Aufschluss, ob sich die Schweinepest in der Region auszubreiten droht. Schlimmstenfalls müssten Schweine in hoher Zahl getötet werden.
    Doch genau das müssen die Jäger verhindern. „In den nächsten Wochen beginnen die großen Jagden“, sagt auch Förster Rudolf Wüstefeld, der im Südkreis auf die Pirsch geht. „Wildunfälle sind übrigens das geringere Problem“, sagt Wüstefeld mit Blick auf die B 6, an deren Rändern er die Tiere ins Visier nimmt. Denen will die Jägerschaft vermehrt mit „Bewegungsjagden“ aufs Fell rücken. Dabei geht es darum, mit Hilfe von Hunden die Tiere revierübergreifend aufzustöbern und dann zu erlegen. Vor allem haben die Waidmänner dabei Frischlinge im Visier, die für Schweinepest besonders anfällig sind. Leitbachen – also weibliche Tiere, die Rotten anführen – dürften auf keinen Fall geschossen werden, so Algermissen.
    Sinn der Sache: Das soziale Gefüge der Rotten darf nicht zerstört werden. „Wir wollen die Wildschweine auf keinen Fall ausrotten, sondern vernünftig regulieren“, betont Algermissen, der auch für eine intensivere Verwertung des Wildfleisches wirbt. „Das ist ein nachwachsender Rohstoff aus der Natur.“
    Das Jagen der Schweine wird den Jägern noch viel Mühe machen. Die intelligenten Tiere wissen sich zu verbergen. Schnell erkennen sie etwa den Klang von Jagdhörnern, bleiben dann gut versteckt im Unterholz. Spürt ein Jäger sie jedoch auf und schießt eine Sau an, sind Wildschweine zu gefährlichen Attacken imstande. Mit ihren Hauern können sie Mensch und Tier erheblich verletzen.
    Mitunter verirren sich die Tiere sogar in Siedlungen oder graben Sportplätze um, um Nahrung zu suchen – schon geschehen in Wendhausen: Wildschwein und Mensch nähern sich hierzulande immer mehr an. So etwa sind Wildschweine auch schon zweimal in Bad Salzdetfurth herumgeirrt. „Die Tiere haben fast schon paradiesische Lebensumstände. Darum müssen wir sie weiterhin stark jagen“, so Algermissen.

    [attachment=0]img371841.jpg[/attachment]



    Die Trail sind richtig matschig und seit gestern regnet es hier ohne Ende. Also der Wald ist gut durchgenässt!
    Das wird ne geile Sache! Ich glaub ich lauf im Superman Kostüm!

    also jetzt sind es noch ..... 8 TAGE und der Rest von heute! :lachtot: :lachtot:
  • Noch was.
    Die Bachen sind tragend. Und wer schon mal ne schwangere Frau zu Hause hatte weis was das heist.
    Nicht nur das die Viecher nun Gurken mit Sahne wollen. Nein sie sind auch auf alles Mänliche Sauer weil die nen dicken Bauch machen.
    Getsern bei Sturzregen ergab sich noch eine Weitere Schwierigkeit.
    Die kleinen Reflektoren sind nur mit höchster Konzentration von Regentropfen zu unterscheiden.
    Aber ich hab Euch ja nichts weiter versprochen als Leiden und etwas Wasser.
    Ich hasse Tiere, Menschen und Pflanzen. Auch die Steinwelt ist fürn Arsch. Nur Grenzsteine sind OK
  • um Gottes Willen!!! Alles verückte hier... :shock: :shock: :help: :help: :D :D :D

    Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Ausreden

  • Mal wieder ein Angstmacher:

    habe gestern Abend aus sicherer Quelle das in der Nacht von Vorgestern auf dem einen Bergkamm schon Schnee gefallen ist!

    na das wird ein Spaß!!!!!
  • Und ich habe aus sicherer Quelle das in der WettenserSchlei Wildschweine sind die eigntlich nur hoch oder runter können. Und zwar nur IN oder GEGEN die Laufrichtung. UND das es sehr eng wird beim Ausweichen. :shock:

    Die sichere Quelle bin ich. Gestern bin ich im Dunkeln mal die Strecke abgefahren.
    Ich hasse Tiere, Menschen und Pflanzen. Auch die Steinwelt ist fürn Arsch. Nur Grenzsteine sind OK
  • So jetzt sind es noch 3 Tage

    Die Wildschweinchen haben schon Angst und sind auch gut genährt!
    [attachment=3]imageswild.jpg[/attachment]

    Die Ausrüstung steht und wird schon zur Probe rumgetragen!
    [attachment=2]CIMG0181.jpg[/attachment]


    Das Wetter sieht hier seit Tagen so aus!
    Also bei Nacht Nebel und Regen![attachment=1]Foto(304).jpg[/attachment]


    Na das wird ein Spaß ...... eine Nacht lang Party im Wald!
    [attachment=0]unbenannt.jpg[/attachment]


    Also dann:

    Bis bald im Wald!
  • SO Mädelz.
    Bin gestern Nacht mal die 52k der Hildesheimer Runde abgeradelt. Schlappe 7h. die letzen 15 konnte ich fast nur Schieben. dann hatte ich Downhill auch keine Bremsen mehr (haben sich quasie aufgelöst vorne) und das Licht wurde gegen 2300Uhr auch etwas schwächer. Also alles im grünen bereich.

    Hat zwischen durch irgend so ein Arschloch alle Markierungen entfernt :motz: :motz: :irre: :irre:
    Jetzt darf ich morgen schlappe 4k mitten durch den Wald und nachschauen ob der Wi---xer heute wieder unterwegs war :shock: :kalt:
    Um die Sache perfekt zu machen bekomme ich Fieber und der zeitplan ist fürn Arr.......sch.
    Also ein ganz normales Wochenende.

    (zu allem Überfluss werde ich gestern gefragt ob ich nicht Lust hätte ( es wurde anders formuliert:"könnten sie sich vorstellen das.??") ein Event zu organisieren. Eine Mischung aus Megathlon und HeideUltra)Also beides zur gleichen Zeit auf gleicher Strecke. So richtig offiziel mit Stauseedurchschwimmen. Einzel-, Staffelwertung. Beim Ultra das gleiche HM, M, Staffel und Ultra. Es wird nie langweilig :hoplit-sword1: :hoplit-sword1: )
    Ich hasse Tiere, Menschen und Pflanzen. Auch die Steinwelt ist fürn Arsch. Nur Grenzsteine sind OK
  • Jungs, ich wollte nur ALLEN, ALLES GUTE wünschen :thumbs: :thumbs:
    bin auf den Bericht gespannt !! :shock: :shock:
    Lass uns laufen...
  • @ Der Verfolgte,
    was ist denn bei euch im Wald los :irre:
    Ich dachte wir kriegten es nur mit der wilden Wutz zu tun,
    und nu sind auch noch Kobolde und Irrlichter unterwegs,
    um uns vom rechten Weg geradewegs ins Verderben zu leiten :shock: :shock: :shock:

    Lasst es uns doch einfach sportlich sehen, wenn ein paar Markierungen fehlen, wird es eben etwas schwieriger ans Ziel zu kommen. Sollte doch eh kein Spaziergang werden :D :D :D

    Das Wetter bleibt wohl untypisch mild und trocken, zumindest bis Sonntag ganz früh.
    Mir sind das zwar immer noch 20° zuwenig, aber doch besser als Schnee und Regen, also keine Ausreden:

    RENNEN!

    Ich konnte vorhin schon einen Blick auf das werfen, was es neben flüchtigem Ruhm und zweifelhafter Ehre zu gewinnen gibt :D
    Also, ich werd alles geben :thumbs:

    Jetzt leg ich noch ein bisschen die Beine hoch und am Nachmittag schlage ich beim HQ auf.

    Bis dann
    Captn
  • Laßt es Jucken! :thumbs:

    Und achtet auf Wilschweine und sonstiges Getier was sich dort rumtreibt. :hoplit-sword1:

    http://www.berlinonline.de/berliner-kur ... index.html

    Wo kein Kläger, da kein Richter!

  • @Captain
    sehe ich ähnlich..... sehn wir es sportlich!
    Kann das aber auch leicht sagen ... kenne die Strecke immerhin im hellen und viele Streckenteile auch im dunkeln.

    Naja wird aufjedenfall ein riesiger Spaß heute Nacht.

    Fange jetzt mal an mit packen...... ich hoffe Du hast an Dein Drop-bag gedacht! Ohne Zusatzverpflegung ist das glaub ich kaum zu schaffen!
    Sch.... ist das viel Kram! :D
    Strongman ist einfacher.... aber wer will das heute Nacht schon ...... halb nackt laufen...... außer den Typen vom FKK Campingplatz ..... da kommen wir vorbei! :lol:

    Mache gleich mal ein Foto wenn ich fertig bin mit packen!
  • So der Kram ist gepackt!

    Um Fragen vorzubeugen:

    Ja es ist Wodka + Blutorange in den Flaschen!

    und

    Ja ich weiß das Treppenmarathontrainingsgerät ist nicht erlaubt .... werde es aber hoffentlich unbemerkt zum Start bringen können!
    [attachment=0]Foto(305).jpg[/attachment]



    Na dann kanns ja langsam losgehn.....


    Solange bis einer heult!

    "Ist Dir jemals aufgefallen, das es immer ein Läufer ist der Leichen findet?"

    :hoplit-sword1: :hoplit-sword1: :hoplit-sword1: :hoplit-sword1: :hoplit-sword1: :hoplit-sword1:
  • Hals- und Wildschweinbruch... :D :D :D :D :thumbs: :thumbs: :thumbs: :thumbs:
    :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott:

    Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Ausreden

  • So nun gibts einen kurzen Bericht.

    Bin gerade erst nach hause gekommen.

    Wir haben beide gefinished, hat wohl auch keiner anders erwartet, oder etwa doch?

    Der Captain hat das Ding mit Hansi Köhler (Race Direktor STUNT100) in einer sagenhaften Zeit von 8h15min gewonnen.
    Kann mir die Geschwindigkeit gar nicht auf der Strecke vorstellen, noch dazu mit dem Schuh des Captains. Er ist nämlich mit seinem Nike Lunartrainer gelaufen!
    Naja ohne Worte ...... eijnfach nur Begeisterung und tiefen Respekt.

    Ich war als Platz 9 nach 10h41min im Ziel.
    War ne coole Sache, 99% Finisherquote, massig Matsch und selten mal wilde Tiere.

    So nun geh ich schlafen..... weiterer Bericht später!

    :D
  • Ihr seit echt nicht von dieser Welt.... :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott:
    Wahrscheinlich werde ich das nie verstehen, wie ihr so eine Leistung abrufen könnt... :? :? :? :?

    Es steckt nun mal ein Wildschwein in jedem von euch.... :shock: :shock: :D :D :D :D :D :D :D :D

    :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt:

    Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Ausreden

  • So bin wieder einigermassen auf dem Damm.

    @Kay
    Danke für die aufbauende SMS, zurückschreiben ging nicht. Hab eine SMS geschrieben und bin voll im nächsten Busch gelandet. Im Dunkeln ist das alles irgendwie nicht so einfach! :-)

    Ja im Dunkeln war das scheinbar für viele Läufer ein Problem trotz der teilweise geilen Makierungen (Brücken die im Scheinwerferlicht aussahen wie Landebahnen). Muss aber auch zugeben das ich die Strecke ja auch komplett im hellen kenne.
    Von den Läufer her war es wieder eine tolle Gemeinschaft, die meisten kannten sich untereinander. Sind ja auch immer die gleichen Irren bei sowas.

    Jetzt freu ich mich auf Untertage...... :-)

    Bilder komme sowie ich welche habe. Von der Nacht wirds wohl kaum welche geben. DIe Fotoergebnisse die ich gesehen habe waren allesamt unbrauchbar!
  • KILL 50

    Anfang November,

    milde Temperaturen

    und ein klarer Himmel mit einem fast vollen Mond!
    :lol: :lol: :lol:

    So hatte sich Der Verfolgte die Bedingungen für den härtesten Ultra-Trail des Jahres nicht vorgestellt.

    Bilder von der Strecke gibt's leider nicht, aber glaubt mir, selbst bei solchem Wetter ist der KILL kein Sonntagsspaziergang. Meine Klamotten sahen schlimmer aus als nach dem Tough Guy, nur das sie nicht ganz so gestunken haben.


    Jeder Starter bekam eine "Hundemarke" damit auch im Falle eines plötzlichen Wintereinbruchs die sterblichen Überreste der Verschollenen nach der Schneeschmelze im Frühjahr identifiziert werden könnten.

    Wer aufgäbe und sich von der Strecke einsammeln ließe, dem sollte die untere Hälft der Marke abgebrochen werden. Der Verfolgte malte uns vor dem Start noch genüsslich aus, wie er sich ein ganzes Jahr an den glänzenden Beweisen des Scheiterns sich überschätzender Freizeitsportler weiden werde.

    Um es schon vorweg zu nehmen: Viel Grund zur (Schaden-)Freude gab es nicht. Von den 32 Frauen und Männern die schließlich an den Start gingen, waren mehr als die Hälfte schon beim HILL50 oder beim STUNT100 dabei gewesen und hatte schon eine ungefähre Vorstellung davon, was sie erwarten sollte. 80 Kilometer durch den Hildesheimer Wald. Es gab auf der ganzen Strecke nur eine Verpflegungsstelle, die zweimal passiert werden musste. Am Sportplatz von Sibbesse waren zu diesem Zweck zwei Zelte aufgebaut, wo die Läufer sich mit Getränken und aus selbst mitgebrachten Dropbags versorgen konnten.

    Neben den üblichen Verdächtigen waren nun auch noch drei Dänen am Start, die sich die zwei Qualifikationspunkte für den UTMB holen wollten.

    Als ein Favorit galt Hansi Köhler aus Sibbesse, der noch vor wenigen Wochen einen beeindruckenden Sieg beim Heide-Elbe-Ultra abgeliefert hatte und bereits seinen Siegeswillen geäußert hatte. Seit HILL und STUNT bin ich in der Region Hildesheim auch nicht mehr ganz unbekannt, sodass auch ich als einer der potenziellen Sieger gehandelt wurde.

    Und dann waren da noch die Dänen …

    Die Sonne geht unter, der Mond kommt heraus und die Uhr zeigt 1800 als der Countdown auf Null geht. Wir rennen los. Anders als beim STUNT, wo wir gemütlich antrabten, geht’s nun gleich zur Sache, 80 Kilometer sind für gestanden Ultras doch eher eine Sprintdistanz.

    Ganz vorne laufen zwei Dänen, Ole und Thomas. Keiner scheint die beiden wirklich auf der Rechnung gehabt zu haben, aber ich will mir nicht schon zu Beginn die Butter vom Brot nehmen lassen und hänge mir ran.

    Hansi scheint das eher gelassen zu nehmen und läuft konsequent sein Tempo. Dank der Reflektormarkierungen ist die Orientierung auch für uns unkundige einfach und nach wenigen Kilometern haben wir bereits einen komfortablen Vorsprung. Nur einmal kommt eine kleine Verfolgergruppe kurz heran, als wir einen Abzweig verpassen.

    In der Dreiergruppe wechseln wir und mit der Führungsarbeit ab. An den Steigungen versuche ich schon mal etwas Tempo rauszunehmen, was aber nur dazu führt, dass ich hinterher laufe. Ich bin mir gar nicht sicher, wie lange ich noch mit der Geschwindigkeit weiterlaufen kann. Dann haut es mich auch noch zweimal kurz hintereinander von den Beinen. Vielleicht war ich doch zu optimistisch, als ich mich entschieden hatte keine Trailschuhe anzuziehen, sondern lieber die leichten Lunar Trainer zu laufen.

    Nach circa eineinhalb Stunden werden meine Mitläufer merklich ruhiger und nach 2 Stunden wird auch das Tempo an den Steigungen deutlich niedriger. Die Höhenmeter fordern offensichtlich ihren Tribut. Jetzt mach ich die Pace und ein paar Kilometer vor dem Sportplatz von Sibbesse fallen Ole und Thomas zurück. Die beiden haben offensichtlich die Berge unterschätzt.

    Ich habe auch ganz schön Kraft lassen müssen, aber verglichen mit dem STUNT ist es ja nur noch ein Katzensprung bis in Ziel.
    Die nächsten 40 Kilometer stehen unter dem Titel: „die Einsamkeit des Landstreckenläufers“. Es wechseln fast „abgehobene“ Momente im Mondschein auf leichten Waldwegen mit dem Kampf über schlammige Trails. Mein Fluchen hört im wahrsten Sinne des Wortes keine Sau. Hauptsache, ich behalte immer die Markierungen im Auge.

    Den Sportplatz von Sibbesse erreiche ich nach 31 Kilometern. Erst im Licht der Zeltlaternen sehe ich, dass meine neuen Tights am Oberschenkel und am Knie von den Stürzen zerfetzt sind. Ich fülle meinen Camelbak wieder auf, dann geht es auf die rund 25 Kilometer der „Sibbesser Runde“.

    Allein mit dem Mond, den Bäumen und den Bergen, für Stunden. Plötzlich kommt mir mitten im Wald ein Auto entgegen – oder halluziniere ich schon?
    Die vier im Quadrat angeordneten Scheinwerfer stellen sich als Stirn- und Handlampen, getragen von zwei Läufern heraus. Sie wundern sich schon seit Kilometern, warum sie keine der Reflektoren mehr sehen, mit denen die ganze Strecke gekennzeichnet ist.
    Ich rate den beiden zu einer 180°-Drehung, und siehe dar, wie kleine Sterne funkelt es an den Baumstämmen. Ich empfehle mich und komme bald darauf wieder nach Sibbesse.

    Ich hab nicht den blassesten Schimmer wie groß mein Vorsprung noch ist. In den letzte zwei Stunden hab ich ganz schön Federn lassen müssen. Viel ist in den Beinen nicht mehr drin, reicht das noch um den Vorsprung nach hause zu laufen. Das Kernstück der letzten Etappe ist ein schwerer Trail auf dem Kamm des Tosmarbergs. Der Aufstieg ist lang und zieht sich wie Kaugummi, ich muss immer wieder gehen. Ich blick mich alle paar Minuten um, ob die Lampe eines Verfolgers in Sicht kommt. Wenn überhaupt, traue ich nur Hansi zu mich jetzt noch einzuholen.

    Kurz bevor ich den Kammweg erreiche sehe ich den ersten Lichtschein hinter mir. Vor mir liegen noch mindestens 12 Kilometer und mein Verfolger ist weniger als einen halben Kilometer hinter mir. Es ist verblüffend, welche Reserven sich mit einem Mal abrufen lassen. Gerade habe ich mich noch mit letzter Kraft vorangeschleppt jetzt laufe ich wieder zügig dem Kamm entlang.

    Der Weg wird immer schmaler und schwerer. Auch wenn ich dafür eigentlich die falschen Schuhe habe, sehe ich das als meinen Vorteil. Auf schweren Trails kriegt mich keiner – auch nicht nach 70 Kilometern.

    Als ich aus dem Wald herauskomme liegen noch 4 bis 5 Kilometer vor mir und das Licht in meinem Nacken ist nicht näher gekommen. Wenn ich nur das Tempo halten kann. Der Weg geht am Bergrücken entlang, offenes Gelände. Zum ersten Mal kann ich einigermaßen abschätzen, wie groß mein Vorsprung noch ist. Fast 500 Meter, eigentlich kaum aufzuholen. Trotzdem ziehe ich das Tempo noch mal an, und es läuft, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Reserven sind fast am Ende, aber ich laufe wieder locker.

    Die Lichter von Ochtersum, dem Zielort, erscheinen vor mir, unterhalb des Berghanges, kaum mehr als 2 Kilometer noch. Fast hätte ich den kleinen Abzweig, scharf links übersehen – nur jetzt nicht noch verlaufen!
    Ochtersum, 2 Uhr 10Minuten, es geht bergab in den Ort hinein, immer schön den kleinen Reflektoren nach. Dann komme ich an die Hauptstraße, soviel Licht wie hier an der Kreuzung habe ich seit acht Stunden nicht mehr gesehen. Bei dem Flutlicht habe ich keine Chance mit meiner Funzel irgendwelche Reflektoren auszumachen.
    Wo ist nur die Streckenmarkierung? Wo ist der Sportplatz?
    Jede Entscheidung ist besser als keine Entscheidung, nach dem Motto nehme ich den ersten Weg geradeaus und suche nach einer Markierung. Trotz nachlassender Beleuchtung kann ich nichts finden, also wieder zurück und noch mal auf die Karte gucken.
    Wieder an der Hauptstraße, die Karte hilft mir auch nicht wirklich.
    Eigentlich müsste ich die Stelle doch kennen, vor acht Stunden sind wir genau hier entlanggelaufen, warum hab ich nur nicht richtig aufgepasst?

    Ich könnte mir in die Wade beißen, da stehe ich vor dem Aldi in Ochtersum, nur ein paar hundert Meter vor dem Ziel und weiß den Weg nicht.

    Meine Verzweiflung hält nicht lange an, mein Verfolger betritt die Szene. Ich weiß nicht welches Gefühl überwiegt, als ich Hansi erkenne, die Erleichterung, weil Hansi als Sibbesser den Weg natürlich kennt, oder die Enttäuschung, nun doch nicht als einziger und erster ins Ziel zu laufen.

    Zwei Minuten später stehen wir vor der Turnhalle „Der Verfolgte“ macht und die Tür auf und schaut uns an, als wolle er sagen: „was wollt ihr denn hier?“, dann ringt er sich aber doch dazu durch, uns zu gratulieren.

    Eigentlich hätte ich Cheerleaders, Blumengirlanden und eine Konfettiparade erwartet, aber dann war es doch nur eine warme Dusche und ein kühles Bier was ich brauchte um glücklich zu sein.

    Captn
  • Glaub mir.
    Ich war nur Sprachlos weil das eingetreten ist was ich gedacht habe.
    Entweder; Oder; aber am liebsten beide.
    Und so kam es
    Susanne hat sich auch sehr gefreut.
    Es war mir eine Ehre das ihr bei mir Laufen ward.

    :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott:

    Geiler Bericht
    Ich hasse Tiere, Menschen und Pflanzen. Auch die Steinwelt ist fürn Arsch. Nur Grenzsteine sind OK
  • Gratulation! :thumbs:

    Und das alles ohne Kontakt mit einen Borstenvieh! :roll:

    Wo kein Kläger, da kein Richter!

  • GottOhGottOhGott.... :kopfschüttelSmilie: De Hammeä...
    :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott: :gott:

    Wer will findet Wege, wer nicht will, der findet Ausreden

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